In unserer Familie bin ich qua Spieltrieb und beruflichem Background der designierte Systemadministrator und die Infrastruktur läuft wie am Schnürchen… Der Rest meiner Familie kümmert (und interessiert) sich nur im Ausnahmefall darum. Läuft ja alles 🙂

Telefon über VoIP Dienst, NAS mit den wichtigen Daten aller Familienmitglieder, ordentlich verwaltete Cloud Infrastruktur für alle, VPN Server etc. etc. etc.

Und dann neulich die Frage, aufgeworfen in einem Podcast: Was wenn mir irgendwas passiert und dann nach ein paar Monaten ausbleibende Zahlungen zum Abdrehen verschiedener Dienste führt oder meine Passworte außer Reichweite sind? Jahrzehnte gemeinsamer Fotos, wochenlange Audioaufnahmen und die grundsätzliche Infrastruktur auf die alle angewiesen sind… Wie sichert man das?

Ich bin jetzt mit genau dieser Frage eine ganze Weile grübelnd rumgelaufen und für mich zu folgendem Dreischritt gekommen:

  1. Wir sind eine Lastpass Familie und Lastpass bietet die Möglichkeit einen Notfallkontakt anzugeben, der Kontrolle über den Passwortstore bekommen kann. Bei Anforderung wartet Lastpass eine einstellbare Zeit ob von mir Einspruch kommt. Bleibt der aus, wird dem anfragenden (als vertrauenswürdig eingerichteten) Account Zugriff gewährt.
  2. Wir haben jetzt eine NAS im Haus auf der sämtliche Bilder und Audiodateien abgelegt sind.
  3. Es gibt jetzt eine ausgedruckte Anleitung der wichtigsten Schritte und Erklärung der wichtigsten Systeme im Haus. (Telefon? Internet? Lastpass Notfallfreischaltung? NAS?).

Der Kommentar meiner Frau als ich ihr den Zettel in die Hand drückte: “Das heißt sollte Dir etwas zustoßen kann ich noch wochenlang Deine Stimme im Audioarchiv hören?” Seither mache ich mir Gedanken ob in dieser Idee nicht ein ganz eigenes Audioprojekt vergraben ist… Etwa ein posthum veröffentlichender Podcast oder so etwas. Morbide, ich weiß.