Es war ja so klar… Film ist tatsächlich mein Ding.

Nicht weil ich endlich auch zum Hipster geworden bin sondern weil mir der grainy Film-Look tatsächlich schon immer gefallen hat.

Außerdem mag ich wie sich eine alte Kamera anfühlt… und wie die aussehen… und klingen… Hach. Außerdem: Man glaubt es kaum, aber in über 20 Jahren Fotografie habe ich nie zum manuellen Arbeiten gefunden und jetzt mit meinen analogen Kameras nutze ich nicht mal mehr einen Belichtungsmesser (sondern schätze tatsächlich meist).

Und dann noch… *seufz* Ja, ich geb’s zu: Da gibt’s auch diese technikverliebte GAS-Komponente. 🙂 Allerdings kann ich schon jetzt sagen, dass altes Glas und alte Bodies von wenigen Ausnahmen abgesehen viel günstiger sind als aktuelle High Tech Systeme. (4500€ für die aktuelle R5 irgendjemand?) die Canon im Bild hat im Vergleich 120€ gekostet… incl. Objektiv!

Die Frage ist nun: Was mag ich eigentlich mehr?

  • den präzisen, digitalen Kameralook mit hoher Auflösung und spielerischer Kontrolle (jaaaaaaaaaa)?

oder

  • Grain, ein dedizierter Farblook, manchmal auch leichte Unperfektionen, dafür aber ein Look den ich so nicht ohne viel Arbeit in Photoshop hinbekomme? (jaaaaaaaaaaaa)

Hinzu kommt, dass Fotografie mit einer Digitalen sich ganz grundsätzlich anders anfühlt. Das eigentliche Fotografieren macht mit den alten, vollmechanischen Kameras tatsächlich deutlich mehr Spaß, mit meinen digitalen Kameras hingegen bekomme ich meist viel vorhersagbarere Ergebnisse und kann meine Vorstellung wesentlich zielgenauer umsetzen.

Beides hat was. Bei beiden mag ich das Ergebnis. Was aber nicht funktioniert ist beide Systeme zum selben Fotoshooting mitnehmen. Dann habe ich chronisch immer das Gefühl eigentlich die falsche Kamera in der Hand zu haben.

First World Probleme, ich weiß.